Grippeimpfung

Im kostenfreien Kinderimpfprogramm der Saison 2020/2021 ist die Influenza-Impfung erstmalig enthalten. Auch für Erwachsene wird sie empfohlen, insbesondere für Personen ab dem vollendeten 60. Lebensjahr – noch nachdrücklicher ab dem 65. Lebensjahr –, chronisch Kranke, Personengruppen mit anderen Risikofaktoren sowie Personal im Gesundheitswesen. Als Personen mit hohem Risiko gelten unter anderem jene mit chronischen Erkrankungen wie chronischen Lungen-, Herz-, Kreislauferkrankungen, neurologischen Erkrankungen, Erkrankungen der Nieren, Stoffwechselkrankheiten (auch bei gut eingestelltem Diabetes mellitus) und Immundefekten oder auch stark übergewichtige Personen.1

 

Impfungen ab Herbst

Die Grippewelle beginnt üblicherweise frühestens Ende Dezember, meistens jedoch erst im Jänner. Aus diesem Grund startet die jährliche Influenzimpfung mit Ende Oktober bis Mitte November, sie kann aber auch früher oder später durchgeführt werden. Das Ansprechen auf eine Influenzaimpfung ist abhängig von der individuellen Immunkompetenz, der Influenza-Infektions- bzw. Impfgeschichte sowie den Impfstoffeigenschaften, insbesondere von der Übereinstimmung der Impfstämme mit den saisonal zirkulierenden Influenzaviren. Da nicht vorhersehbar ist, welche Virustypen in Österreich in der jeweiligen Saison tatsächlich vorherrschen werden und wie exakt sie durch den Impfstoff abgedeckt sein werden, ist eine Vorhersage der Schutzwirkung der Influenzaimpfung vor der Saison nicht möglich.1 Im Durchschnitt verhindert der Impfstoff etwa 60% aller Infektionen bei gesunden Erwachsenen im Alter zwischen 18 und 64 Jahren.2

Meist infizieren sich 5 bis 15 % der Bevölkerung im Laufe einer Epidemie, häufig führen sie zu schweren Erkrankungen.

Insgesamt sind jedenfalls Geimpfte gegenüber Nicht-Geimpften im Vorteil. Sollten Personen trotz Impfung erkranken, verläuft die Erkrankung zumeist milder und kürzer, erleiden sie deutlich weniger Influenza-bedingte Komplikationen und benötigen seltener einen Krankenhausaufenthalt.1

 

Jährliches Update

Die zirkulierenden Influenzaviren verändern sich sehr häufig, weshalb die Zusammensetzung der Influenza-Impfstoffe jährlich aktualisiert werden muss. Darüber hinaus nimmt die Immunität mit der Zeit ab., daher muss der Impfschutz jedes Jahr erneuert werden.2 Verschiedene Arten von Influenza-Impfstoffen sind zugelassen. Der behandelnde Arzt wählt den Impfstoff gemäß Verfügbarkeit und individuellen Kriterien wie Alter, Grundkrankheit und Expositionsrisiko aus. Alle in Österreich zugelassenen Impfstoffe enthalten die Impfstämme, die für die Saison von der Weltgesundheitsorganisation WHO und der Europäischen Arzneimittel-Agentur EMA empfohlen wurden.1

Meist infizieren sich 5 bis 15 % der Bevölkerung im Laufe einer Epidemie, häufig führen sie zu schweren Erkrankungen. Mehr als 60 % aller Krankenhauseinweisungen aufgrund von Influenza und rund 90 % aller Todesfälle fallen in die Altersgruppe ab 60 Jahre. Mit starken jährlichen Schwankungen beträgt die Influenza-Sterberate in Österreich im Durchschnitt über 1.000 Todesfälle pro Jahr.1 Einzige Hilfe dagegen ist und bleibt die jährliche Influenza-Impfung.

 

Quellen:

www.sozialministerium.at

www.euro.who.int

Das könnte Sie auch interessieren

Wann ist Ihre nächste Tetanus-Impfung fällig? Sind Sie noch vor FSME geschützt? Ist der Impfschutz für Keuchhusten bei Ihren Kindern vollständig? Der e-Impfpass wird all diese Fragen beantworten können.

Jedes Jahr empfiehlt die Weltgesundheitsorganisation die aktuell günstigste Zusammensetzung der Influenzaimpfung. Dann wird bestellt und produziert. 2020 ist der Run auf die Grippeimpfung besonders groß. Wurden für Österreich zu wenige Dosen bestellt?